Gemeinsam die Schule für die Kinder erneuern

«Herzlich willkommen auf meiner Website. Am 13. Februar 2022 wird erstmals die neue, gesamtstädtische Schulpflege gewählt. Ich freue mich über die Nomination durch die Mitgliederversammlung der SP Winterthur für diese neue Behörde. Ich kandidiere zusammen mit Susanne Trost Vetter von der SP, Karin Hürlimann  (GLP) und Marco Innocente (EVP) als Team für diese neue Behörde.

In einer Zeit, in der die Zeichen überall auf Konfrontation stehen, setzen wir auf eine konstruktive Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg. EVP, GLP, Grüne und SP stehen für eine Erneuerung der Schulbehörden, bei der die Bedürfnisse der Kinder im Zentrum stehen.»

Mein Knowhow nutzbar machen

Als Schulleiter im Bereich Sonderpädagogik, Dozent an der pädagogischen Hochschule Zürich aber auch als Vater erlebe ich oft die Kluft zwischen unseren Ansprüchen an Schule und Bildung und der effektiven Realität. Die Aussensicht mit der Innensicht zu verbinden ist mir daher ein Anliegen. Mit meiner Führungserfahrung in diversen Organisationen, dem Wissen um politische und rechtliche Abläufe, auch in der Verwaltung, bin ich sicher, die anstehenden Veränderungen zielführend zu initiieren, zu begleiten und deren Umsetzung überprüfen zu können, ohne die Kinder aus den Augen zu verlieren.

Lebenslauf zum Download

Zu meiner Kandidatur

Vier Aspekte der Schule der Zukunft

Kinder können sich im Augenblick völlig verlieren, staunen und hochkonzentriert diesen Moment als den Wichtigsten der Welt ansehen – und im nächsten Atemzug ist alles vergessen.

Dies zu erleben, zu begleiten und unterstützen hat mich bei meinen eigenen Kindern, als Lehrperson und als Schulleiter mit beeinträchtigten Kindern immer wieder fasziniert, verzaubert und auch gerührt. Gerade als Pädagoge sind das zudem die Momente, welche Lohn für eine anstrengende Arbeit sind. Auch wir Erwachsenen erleben wie gut es machnal tut, einfach staunen zu können

Kinder entwickeln sich aber nicht einfach nur so, es braucht dazu mannigfache Anreize und Engagement, welche ich in meiner Funktion in der Schulpflege aktiv einbringen werde. Als Schwerpunkte einer guten Bildung sehe ich:

  • Frühförderung: Die Zeit von 0-4 vor dem Kindergarten ist für die kindliche Entwicklung extrem wichtig. Gezielte Unterstützung erleichtert den Schulstart und entlastet die Schule.
  • Chancengerechtigkeit über ganz Winterthur: Unsere Stadt ist nicht zu gross um gemeinsame Abmachungen für alle Schulen zu wählen und trotzdem auf quartier- und ortsbezogenen Gegebenheiten einzugehen. Begabte aber auch andere Kinder mit zusätzlichem Unterstützungsbedarf müssen ortsunabhängig die gleichen Chancen und Angebote haben.
  • Stärkung der Beziehungsarbeit zwischen Kindern und Lehrpersonen: Damit unsere Kinder optimal lernen können, braucht es Zeit für Beziehungsarbeit. Dies können Lehrpersonen, Betreuungsmitarbeitende aber auch Schulleitungen nur mit genügend Zeit und Gelassenheit leisten. Dies müssen wir ermöglichen und fördern.
  • Ausbau Tagesschule: Auf den bestehenden Strukturen müssen wir die Tagesschule auf die gesellschaftlichen Veränderungen anpassen, um Kinder und Eltern zu entlasten (zum Beispiel Hausaufgaben, Betreuung, Sportangebot).

Die Chance, konstruktiv eine neue, gesamtstädtische Schulpflege mitzugestalten ist für mich eine einmalige Chance. Dabei möchte ich mich einsetzen, dass die neuen Strukturen und Abläufe sorgfältig gestalten werden, um eine sinnvolle neue Schulorganisation mit klaren Verantwortlichkeiten und couragierter und wertschätzender Führung zu prägen.

Als Vater zweier schulpflichtiger Kinder weiss ich, wie wichtig die Kontakte der Kinder im Quartier und die Verankerung der Schule im Quartier ist. Auch mit einer gesamtstädtischen Schulpflege können die einzelnen Schulen ihre erarbeiteten Profile und Stärken pflegen und sich dabei qualitativ weiterentwickeln. Sich auf einen gesamtstädtischen, abgesprochenen Auftritt zu verlassen gibt Sicherheit auch in der Individualität.

Mit meiner Führungserfahrung in diversen Organisationen, dem Wissen um politische und rechtliche Abläufe, auch in der Verwaltung, bin ich sicher, die anstehenden Veränderungen zielführend zu initiieren, zu begleiten und deren Umsetzung überprüfen zu können, und dabei die Bedürfnisse der Kinder ins Zentrum zu stellen.

Die Allianz

Von links: Karin Hürlimann /GLP), Christoph Lanz (SP), Susanne Trost Vetter (SP) und Marco Innocente (EVP)

Zur Website der Allianz

Website von Marco Innocente

Website von Susanne Trost

(Karin Hürlimann hat keine persönliche Website)

Gemeinsam die Schule für die Kinder erneuern

Klare bildungspolitische Schwerpunkte bilden das gemeinsame Programm der Progressiven Allianz für die neue Schulpflege. EVP, GLP, Grüne und SP stellen eine Erneuerung der Schulbehördenorganisation in Aussicht, bei der die Bedürfnisse der Kinder im Zentrum stehen. «In einer Zeit, in der die Zeichen überall auf Konfrontation stehen, setzen wir auf eine konstruktive Zusammenarbeit», betont EVP-Co-Präsident Samuel Müller bei der Vorstellung der Kandidierenden für die Schulpflegewahlen.

 «Die Neuorganisation der Schulbehörden stellt eine Chance dar, die wir gemeinsam nutzen wollen», hielt Müller fest. Die Herausforderungen im gesamten Bildungsbereich seien zu gross, um sich gegenseitig zu blockieren. Für die sechs zu besetzenden Sitze hat die Allianz ein Team von vier Persönlichkeiten mit unterschiedlichem fachlichem Know-how im Schul- und Bildungsbereich nominiert. Ihre Erfahrungen in Beruf und Politik bieten Gewähr, dass bei der zukünftigen Entwicklung von Volkschule, Sonderpädagogik, Tagesstrukturen und bei der Bildungsinfrastruktur die Kinder im Zentrum stehen.

Lebensraum Schule

Bei ihren persönlichen Schwerpunkten setzen alle vier auf eine Stärkung der gemeinsamen städtischen Strukturen, innerhalb derer flexible, den jeweiligen Quartieren angepassten Schulen ihrer Aufgabe nachkommen. «Schulen dürfen verschieden sein und verschieden bleiben», betont Karin Hürlimann stellvertretend für alle. Dafür müsse ein entsprechender Spielraum geschaffen werden. Andererseits setzt sich die Allianz dafür ein, dass Förderungsmassnahmen wie Gymikurse auf dem ganzen Stadtgebiet gewährleistet sind.

«Die Strukturen im Schulbereich werden oft als schwerfällig und kompliziert bezeichnet», hält Marco Innocente fest. Dies behindere die Schulentwicklung und die Motivation aller Beteiligter. Die Neuorganisation der Schulbehörden stellt für ihn die grosse Chance dar, diese Strukturen zu vereinfachen und klarer zu gestalten und so Energien freizusetzen, die letztlich wieder den Kindern zugutekommen. «Das Ziel der Schule muss sein, Kinder zu befähigen, Winterthurer Geschichte zu schreiben.»

Herausforderung Transformation

Christoph Lanz kennt den Bildungsbereich sowohl als Schulleiter wie auch als Verwaltungsangestellter und Vater zweier Kinder. Er sieht vier zentrale Aspekte einer zielführenden Schulorganisation: Chancengerechtigkeit über die ganze Stadt, Frühförderung, die Stärkung der Beziehungsarbeit zwischen Kindern und Lehrpersonen sowie den Ausbau der Betreuungsangebote.

Susanne Trost betont neben ihren inhaltlichen Schwerpunkten wie Frühe Förderung und integrative Schulen die strukturellen Aspekte: «Die neue, gesamtstädtische Schulorganisation ist ein wichtiges Instrument, um individuelle Förderungsmassnahmen für Kinder und auf die Quartiere angepasste Schulen schaffen zu können.» Umso wichtiger sei die nun anstehende Übergangszeit von den alten Strukturen in die neue Schulpflege. Diesen Übergang zeitgerecht, professionell und erfolgreich zu gestalten, so Susanne Trost, sei das gemeinsame Anliegen der vier Kandidierenden.

Bildungsbereich nach der Pandemie erneuern

Gemäss Samuel Müller wird sich die Zusammenarbeit nicht bloss auf einen gemeinsamen Wahlkampf beschränken: «Die vier Parteien werden sich in Zukunft gerade auch im Bildungsbereich stärker absprechen, um breit abgestützte Lösungen präsentieren zu können. Und selbstverständlich werden wir auch weitere Interessierte in unsere Entscheidungsfindung einbinden und in der neuen Schulpflege mit allen Gewählten das Gespräch suchen.» Ganz wichtig sei es auch, die durch die Pandemie entstandenen Schwierigkeiten im Schulbereich anzugehen und die Schule wieder stärker auf die Bedürfnisse der Kinder ausrichten zu können.