Zu meiner Kandidatur

Vier Aspekte der Schule der Zukunft

Kinder können sich im Augenblick völlig verlieren, staunen und hochkonzentriert diesen Moment als den Wichtigsten der Welt ansehen – und im nächsten Atemzug ist alles vergessen.

Dies zu erleben, zu begleiten und unterstützen hat mich bei meinen eigenen Kindern, als Lehrperson und als Schulleiter mit beeinträchtigten Kindern immer wieder fasziniert, verzaubert und auch gerührt. Gerade als Pädagoge sind das zudem die Momente, welche Lohn für eine anstrengende Arbeit sind. Auch wir Erwachsenen erleben wie gut es machnal tut, einfach staunen zu können

Kinder entwickeln sich aber nicht einfach nur so, es braucht dazu mannigfache Anreize und Engagement, welche ich in meiner Funktion in der Schulpflege aktiv einbringen werde. Als Schwerpunkte einer guten Bildung sehe ich:

  • Frühförderung: Die Zeit von 0-4 vor dem Kindergarten ist für die kindliche Entwicklung extrem wichtig. Gezielte Unterstützung erleichtert den Schulstart und entlastet die Schule.
  • Chancengerechtigkeit über ganz Winterthur: Unsere Stadt ist nicht zu gross um gemeinsame Abmachungen für alle Schulen zu wählen und trotzdem auf quartier- und ortsbezogenen Gegebenheiten einzugehen. Begabte aber auch andere Kinder mit zusätzlichem Unterstützungsbedarf müssen ortsunabhängig die gleichen Chancen und Angebote haben.
  • Stärkung der Beziehungsarbeit zwischen Kindern und Lehrpersonen: Damit unsere Kinder optimal lernen können, braucht es Zeit für Beziehungsarbeit. Dies können Lehrpersonen, Betreuungsmitarbeitende aber auch Schulleitungen nur mit genügend Zeit und Gelassenheit leisten. Dies müssen wir ermöglichen und fördern.
  • Ausbau Tagesschule: Auf den bestehenden Strukturen müssen wir die Tagesschule auf die gesellschaftlichen Veränderungen anpassen, um Kinder und Eltern zu entlasten (zum Beispiel Hausaufgaben, Betreuung, Sportangebot).

Die Chance, konstruktiv eine neue, gesamtstädtische Schulpflege mitzugestalten ist für mich eine einmalige Chance. Dabei möchte ich mich einsetzen, dass die neuen Strukturen und Abläufe sorgfältig gestalten werden, um eine sinnvolle neue Schulorganisation mit klaren Verantwortlichkeiten und couragierter und wertschätzender Führung zu prägen.

Als Vater zweier schulpflichtiger Kinder weiss ich, wie wichtig die Kontakte der Kinder im Quartier und die Verankerung der Schule im Quartier ist. Auch mit einer gesamtstädtischen Schulpflege können die einzelnen Schulen ihre erarbeiteten Profile und Stärken pflegen und sich dabei qualitativ weiterentwickeln. Sich auf einen gesamtstädtischen, abgesprochenen Auftritt zu verlassen gibt Sicherheit auch in der Individualität.

Mit meiner Führungserfahrung in diversen Organisationen, dem Wissen um politische und rechtliche Abläufe, auch in der Verwaltung, bin ich sicher, die anstehenden Veränderungen zielführend zu initiieren, zu begleiten und deren Umsetzung überprüfen zu können, und dabei die Bedürfnisse der Kinder ins Zentrum zu stellen.